Schwäbischer Krautkuchen

Sobald im Herbst das erste Spitzkraut auf dem Markt liegt, wandert bei uns dieser schwäbische Krautkuchen in die Backform.

Angeschnittener schwäbischer Krautkuchen auf weißem Teller, ein Stück wird mit dem Heber herausgehoben

Schwäbischer Krautkuchen gehört für uns zu den Rezepten, die perfekt in die kühlere Jahreszeit passen. Die Kombination aus würzigem Kraut, herzhaftem Speck und einer cremigen Füllung macht ihn richtig schön deftig. Dazu kommt der knusprige Boden und genau diese Mischung macht den Klassiker so lecker.

Besonders gut schmeckt der Krautkuchen frisch aus dem Ofen, wenn die Oberfläche leicht gebräunt und die Füllung noch schön saftig ist. Durch Speck und Zwiebeln bekommt das Kraut ordentlich Geschmack, während Sahne und Schmand die Füllung wunderbar cremig machen. Wer herzhafte Kuchen und Quiches mag, sollte diesen schwäbischen Klassiker unbedingt einmal ausprobieren.

Krautkuchen schmeckt sowohl warm als auch kalt und lässt sich deshalb auch super vorbereiten. Reste könnt ihr abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag noch einmal kurz im Backofen erwärmen. Dazu braucht es eigentlich nicht viel, ein kleiner Salat passt hervorragend dazu, aber auch pur ist der herzhafte Kuchen richtig lecker.

Stück Krautkuchen mit Kraut und Speckwürfeln auf einem weißen Teller vor der runden Backform

Zutaten für Schwäbischen Krautkuchen:

Für eine runde Backform brauchst du einen einfachen Hefeteig und eine deftige Füllung aus Kraut, Speck und Schmand. Die genauen Mengen findest du in der Rezeptkarte weiter unten.

  • Frische Hefe: Die 21 g frische Hefe lösen sich am besten in der lauwarmen Milch auf. Lauwarm heißt wirklich handwarm, denn ab etwa 40 Grad verliert die Hefe ihre Triebkraft und der Teig geht nicht mehr richtig auf.

  • Spitzkraut: 500 g reichen für eine ganze Form. Schneide den Kohl in möglichst feine Streifen, weil dicke Stücke in den 45 Minuten Backzeit bissfest bleiben und sich später schlecht durchschneiden lassen.

Spitzkraut wird mit dem Messer auf einem grauen Schneidebrett in feine Streifen geschnitten
Rohe Speckwürfel und Zwiebelwürfel liegen ohne Öl in der beschichteten Pfanne
  • Speck: Die 250 g Speck übernehmen zwei Aufgaben gleichzeitig. Sie liefern das Röstaroma und gleichzeitig das komplette Bratfett, sodass kein zusätzliches Öl in die Pfanne muss.

  • Sahne und Schmand: 250 g Sahne machen die Füllung cremig, die 200 g Schmand bringen die leichte Säure dazu. Mit dieser Menge reicht ein einziges Ei aus, um die Masse beim Backen zu binden.

  • Kümmel: Wir nehmen 2 gestrichene Teelöffel. Viele Rezepte schreiben nur „Kümmel nach Geschmack“, und genau daran scheitern alle, die ihn nicht einschätzen können. Mit 2 TL schmeckt man ihn deutlich, ohne dass er das Kraut überdeckt.

Runder Hefeteig wird auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ausgerollt
Ein Esslöffel Mehl wird zu Kraut, Speck, Sahne, Schmand und Ei in die Rührschüssel gegeben

Geheimtipps für Schwäbischen Krautkuchen

  • Krautmasse vollständig abkühlen lassen: Lass Speck, Zwiebeln und Kraut nach dem Anbraten vollständig abkühlen, bevor Sahne, Schmand und Ei dazukommen. Ist die Masse noch zu heiß, kann das Ei bereits stocken und die Füllung wird flockig statt schön cremig.

  • Kraut wirklich fein schneiden: Lege den halbierten Kohl mit der Schnittfläche nach unten und hobele ihn in dünne Streifen. Nur so wird die Füllung später gleichmäßig weich.

  • Form einfetten und bemehlen: Beides zusammen, nicht nur Fett. Die dünne Mehlschicht sorgt dafür, dass sich der Hefeteig nach dem Backen sauber vom Rand löst.

  • Den Teigrand hochziehen: Drücke den Teig ringsum zwei bis drei Zentimeter an der Form hoch. Dieser Rand hält die flüssige Krautmasse, bis sie im Ofen fest wird.

Fertig gebackener Krautkuchen in der runden Backform auf dem Rost im Backofen

Warum du Schwäbischen Krautkuchen unbedingt ausprobieren solltest

Der Kuchen lässt sich sauber in Stücke schneiden, ohne dass die Füllung auseinanderläuft. Dafür sorgen die zwei Esslöffel Mehl, die mit in die Krautmasse kommen und beim Backen mitbinden. Am besten schmeckt er lauwarm, kalt auf dem nächsten Teller macht er aber genauso eine gute Figur.

Wenn du die Kombination aus Schmand und Speck magst, es aber schneller gehen soll, probier unsere Flammkuchentaschen aus. Dort übernimmt Blätterteig die Arbeit des Hefeteigs und es gibt handliche Stücke statt eines ganzen Kuchens.

Probier das Rezept gerne aus und schreib uns gerne in die Kommentare, ob dir unser Krautkuchen geschmeckt hat. Wir freuen uns riesig über dein Feedback!

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Angeschnittener schwäbischer Krautkuchen auf weißem Teller, ein Stück wird mit dem Heber herausgehoben

Schwäbischer Krautkuchen

Vorbereitung 30 Minuten
Zubereitung 45 Minuten
Portionen 8 Stücke

Zutaten
  

Teig

  • 125 ml Milch lauwarm
  • 50 g Butter lauwarm, geschmolzen
  • 21 g frische Hefe
  • 250 g Mehl
  • 0,5 TL Salz

Füllung

  • 500 g Spitzkraut fein geschnitten
  • 250 g Speck gewürfelt
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 250 g Sahne
  • 200 g Schmand
  • 1 Ei verquirlt
  • 2 EL Mehl
  • 2 TL Kümmel
  • Salz und Pfeffer

Anleitung
 

  • Die Milch zusammen mit der Butter kurz erwärmen und anschließend etwas abkühlen lassen, bis die Mischung nur noch lauwarm ist. Die frische Hefe darin auflösen.
  • Das Mehl und das Salz dazugeben, alles mit einem Knethaken verrühren und zum Schluss mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen lassen.
  • Das Spitzkraut waschen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und würfeln.
  • Den Speck und die Zwiebelwürfel in eine Pfanne geben und gut anbraten.
  • Das Kraut dazugeben, alles fertig anbraten und die Masse anschließend vollständig abkühlen lassen.
  • Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine runde Backform einfetten und bemehlen.
  • Den gegangenen Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen, in die Form legen und an den Rändern hochziehen.
  • Die kalte Krautmasse in eine Schüssel geben. Sahne, Schmand, das verquirlte Ei und das Mehl unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen und alles gut vermengen.
  • Die Krautmasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Krautkuchen bei 180°C ca. 45 Minuten backen.

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