Rotkohl oder Blaukraut mit Ananas
Blaukraut oder Rotkohl, wie nennst du es eigentlich?
Wie du dazu sagst, hängt vor allem davon ab, wo du aufgewachsen bist. Im Norden heißt es meist Rotkohl, in der Mitte und im Südwesten Rotkraut, im Süden und in Österreich Blaukraut. Gemeint ist immer derselbe Kohl. Bei uns kommt er mit frischer Ananas in den Topf, und das macht ihn fruchtig statt nur säuerlich.
Die Ananas schmeckt man wirklich heraus. Sie bringt eine helle Süße mit, die schön gegen die Säure vom Essig arbeitet, und weil die Stücke erst später dazukommen, bleiben sie als weiche Fruchtwürfel im Kraut erkennbar. Der Kohl selbst wird beim langen Schmoren butterweich und behält durch die etwas gröberen Streifen trotzdem noch Biss.
Am besten schmeckt der Rotkohl, wenn er einen Tag durchziehen durfte und noch einmal aufgewärmt wird. Ihr könnt ihn also in aller Ruhe am Vortag kochen, was besonders an Feiertagen die Küche spürbar entlastet. Klassisch passt er zu Rouladen, Braten und Klößen, und Reste lassen sich problemlos portionsweise einfrieren.
Zutaten für Rotkohl oder Blaukraut mit Ananas:
Für einen ganzen Topf brauchst du einen Rotkohl, frische Ananas und ein paar klassische Gewürze. Die genauen Mengen findest du in der Rezeptkarte weiter unten.
Frische Ananas: Vier Scheiben wandern klein gewürfelt in den Topf, und zwar erst, wenn das Kraut schon eingefallen ist. So machen sie nicht die ganze Schmorzeit mit und bleiben als weiche Stücke erhalten, statt sich komplett aufzulösen.
Ananassaft: Die 600 ml ersetzen bei uns den sonst üblichen Apfelsaft komplett. Nimm ruhig die volle Menge, denn der Kohl zieht beim Schmoren viel Flüssigkeit und soll am Ende saftig bleiben.
Rotkohl: Ein ganzer Kopf reicht für einen vollen Topf. Schneide ihn in nicht zu feine Streifen, denn bei zwei Stunden Schmorzeit zerfallen dünn gehobelte Streifen zu Mus.
Agavendicksaft: Die 4 EL süßen gleichmäßiger als Zucker und lassen sich im heißen Kohl sofort verteilen. Eine Prise Zucker kommt trotzdem schon vorher zu den Zwiebeln, die karamellisiert dann leicht mit an.
Johannisbeergelee: Die 2 EL kommen ganz zum Schluss dazu und runden die Säure ab. Rühre es erst unter, wenn der Kohl fertig ist, dann bleibt die fruchtige Note deutlich erkennbar.
Geheimtipps für Rotkohl oder Blaukraut mit Ananas
Nicht zu fein schneiden: Lieber etwas breitere Streifen vom Kopf schneiden als den Hobel zu nehmen. Nach zwei Stunden im Topf ist auch grob Geschnittenes weich genug.
Die Ananas erst später zugeben: Warte, bis das Kraut im Topf zusammengefallen ist. Dann ist überhaupt erst Platz dafür, und die Würfel zerkochen nicht.
Die Nelken in die Zwiebel stecken: Spicke eine ganze Zwiebel mit den beiden Nelken, statt sie lose mitzukochen. So fischst du sie am Ende in einem Griff wieder heraus.
Das Gelee zum Schluss: Rühre das Johannisbeergelee erst nach dem Schmoren unter. Kocht es die ganze Zeit mit, verliert es seinen fruchtigen Charakter.
Warum du Rotkohl oder Blaukraut mit Ananas unbedingt ausprobieren solltest
Wer Rotkohl bisher nur aus dem Glas kennt, schmeckt den Unterschied sofort. Selbst gemacht ist er deutlich fruchtiger und längst nicht so süß. Weil er sich so gut vorbereiten lässt, lohnt sich direkt ein größerer Topf für mehrere Mahlzeiten.
Wenn du dazu noch etwas Herzhaftes suchst, schau dir unsere klassischen Rinderrouladen an. Rotkohl ist dort die Beilage, die für uns einfach dazugehört.
Probier das Rezept aus und schreib uns gerne in die Kommentare, ob dir unser Rotkohl geschmeckt hat. Wir freuen uns riesig über dein Feedback!
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Rotkohl oder Blaukraut mit Ananas
Zutaten
- 1 Rotkohl in nicht zu feine Streifen geschnitten
- 4 Scheiben frische Ananas klein gewürfelt
- 2 Zwiebeln eine gewürfelt, eine mit den Nelken gespickt
- Butterschmalz zum Anschwitzen
- 2 Nelken
- 1 Prise Zucker
- 4 EL Agavendicksaft
- 4 EL Essig
- 600 ml Ananassaft
- 2 Lorbeerblätter
- 2 EL Johannisbeergelee
- Salz und Pfeffer
Anleitung
- Den Rotkohl putzen, vierteln und in nicht zu feine Streifen schneiden.
- Die Ananasscheiben schälen und in kleine Würfel schneiden.
- Eine Zwiebel würfeln. Die zweite Zwiebel schälen und mit den Nelken spicken.
- Das Butterschmalz im Topf erhitzen, die gewürfelte Zwiebel darin anschwitzen und eine Prise Zucker dazugeben.
- Den Rotkohl dazugeben, den Agavendicksaft und den Essig untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.
- Den Ananassaft angießen, die gespickte Zwiebel und die Lorbeerblätter dazugeben und alles kurz kochen lassen, bis das Kraut eingefallen ist.
- Die Ananaswürfel untermischen und den Rotkohl zugedeckt 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen, je nachdem wie weich du ihn magst.
- Die gespickte Zwiebel und die Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Wunsch das Johannisbeergelee unterrühren.




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