Fluffige Martinsbrezel mit Zimt und Zucker

Zum Martinstag gehört bei uns neben der Laterne vor allem eine süße Brezel in der Hand.

Vier Martinsbrezeln mit Zimtzucker auf einem hellen Küchentuch und einer Schieferplatte, daneben eine Tasse Kaffee und ein Glas mit Zucker

Diese Brezeln sind innen richtig schön fluffig und watteweich, außen liegt eine knirschende Schicht aus Zimt und Zucker. Weil sie noch warm in der Butter gewälzt werden, bleibt die Zuckerschicht schön haften und bricht beim ersten Bissen ganz leicht auf. Der Teig selbst ist nur dezent süß, die richtige Süße kommt von außen.

Für uns gehören sie zu den Rezepten, die man einmal im Jahr unbedingt backen muss. Wer Hefezopf oder Berliner mag, wird sie lieben, denn es ist genau dieselbe weiche Sorte Teig. Kinder dürfen beim Formen übrigens prima mithelfen, perfekt müssen die Brezeln nämlich überhaupt nicht aussehen.

Am allerbesten schmecken sie lauwarm am Tag des Backens, so wie beim Bäcker. Übrig gebliebene Brezeln bewahrst du am besten in einer Papiertüte auf, in Plastik wird die Zuckerkruste schnell feucht. Ihr könnt sie am nächsten Tag auch kurz im Ofen aufbacken, dann sind sie fast wieder wie frisch.

Zwei fertige Martinsbrezeln werden übereinander in der Hand gehalten, die Zuckerkruste glitzert im Licht

Zutaten für Fluffige Martinsbrezel mit Zimt und Zucker:

Du brauchst nur Grundzutaten aus der Vorratskammer, dazu frische Hefe und etwas Zimt. Die genauen Mengen findest du in der Rezeptkarte weiter unten.

  • Frische Hefe: Die 10 g klingen nach wenig, reichen bei 250 g Mehl aber völlig aus. Der Teig kommt ganz ohne Ei aus, die Hefe und die beiden Gehzeiten machen die ganze Arbeit beim Lockern.

  • Milch und Butter: Die 55 g Butter werden flüssig unter die 130 ml lauwarme Milch gerührt. Behalte von dieser Mischung einen kleinen Rest zurück, damit bestreichst du die Brezeln später vor dem Backen und sparst dir einen extra Eistrich.

Der aufgegangene Hefeteig liegt als glatte Kugel in einer weißen Rührschüssel
Eine rohe, fertig geformte Brezel aus Hefeteig liegt auf der Arbeitsplatte, die Enden sind in der Mitte zweimal umschlungen
  • Mehl: Mit 250 g ergibt das Rezept genau 4 Brezeln, also eine normale Haushaltsmenge. Wer mehr braucht, verdoppelt einfach alle Zutaten, der Teig verträgt das problemlos.

  • Zucker im Teig: Die 50 g sind vor allem Futter für die Hefe und sorgen dafür, dass der Teig sichtbar aufgeht. Süß genug wird die Brezel ohnehin erst durch die Zuckerschicht am Schluss.

  • Zimt und Zucker zum Wälzen: Die 10 g flüssige Butter nach dem Backen sind der Kleber dafür. Misch dir Zucker und Zimt lieber großzügig in einem flachen Teller an, dann kannst du die Brezeln von allen Seiten darin wenden.

Die vier rohen Brezeln liegen auf dem Backblech und werden mit einem Silikonpinsel mit der Butter-Milch-Mischung bestrichen
Die goldbraun gebackenen Brezeln werden noch auf dem Blech mit flüssiger Butter bestrichen und glänzen dadurch

Geheimtipps für Fluffige Martinsbrezel mit Zimt und Zucker

  • Die Milch wirklich nur lauwarm: Prüf sie am Handgelenk, sie darf sich höchstens handwarm anfühlen. Ist die Butter-Milch-Mischung zu heiß, stirbt die frische Hefe ab und der Teig geht nicht mehr auf.

  • Zu den Enden hin dünner ausrollen: Roll jeden Strang in der Mitte dicker und zu den Seiten hin deutlich dünner aus. Nur so bekommt die Brezel ihren typischen dicken Bauch und die feinen Ärmchen.

  • Die zweite Gehzeit nicht überspringen: Die geformten Brezeln ruhen auf dem Blech noch eine halbe Stunde. Genau daraus entsteht die fluffige Krume, ohne diesen Schritt werden sie deutlich kompakter.

  • Noch heiß wälzen: Bestreich sie direkt nach dem Backen mit der flüssigen Butter und wende sie sofort im Zimtzucker. Auf der abgekühlten Brezel rutscht die Zuckerschicht nur wieder herunter.

Nahaufnahme einer einzelnen Martinsbrezel, die dick mit Zimtzucker bedeckt vor dem Holzbrett hochgehalten wird

Warum du Fluffige Martinsbrezel mit Zimt und Zucker unbedingt ausprobieren solltest

Der Teig besteht aus fünf Zutaten, die fast jeder zu Hause hat, und wird in einer einzigen Schüssel angerührt. Die meiste Zeit arbeitet die Hefe ganz allein, du musst nur zwischendurch kurz formen. Im Ofen sind die Brezeln dann schneller fertig, als man beim Hefegebäck vermutet.

Wenn du weiche Hefeteige magst, probier auch unseren fluffigen Hefezopf. Der wird nach demselben Prinzip gemacht und eignet sich genauso gut zum gemeinsamen Formen.

Probier das Rezept aus und schreib uns gerne in die Kommentare, ob dir unsere Martinsbrezel geschmeckt hat. Wir freuen uns riesig über dein Feedback!

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Vorbereitung 20 Minuten
Zubereitung 10 Minuten
Gehzeit 1 Stunde 30 Minuten
Portionen 4 Brezeln

Zutaten
  

Für den Teig

  • 55 g Butter flüssig, lauwarm
  • 130 ml Milch lauwarm
  • 50 g Zucker
  • 10 g frische Hefe
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz

Zum Bestreichen und Wälzen

  • 10 g Butter flüssig, nach dem Backen
  • Zucker zum Wälzen
  • Zimt zum Wälzen

Anleitung
 

  • Butter und Milch zusammen in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist. Anschließend etwas abkühlen lassen, bis die Mischung nur noch lauwarm ist. Einen kleinen Rest der Mischung für später übriglassen.
  • Die lauwarme Butter-Milch-Mischung mit dem Zucker und der frischen Hefe in eine Schüssel geben und mit einem Löffel kurz verrühren.
  • Das Mehl und eine Prise Salz dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig abdecken und eine Stunde lang an einem warmen Ort aufgehen lassen.
  • Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und jedes zu einem Strang ausrollen, der zu den Enden hin dünner wird.
  • Die Enden in der Mitte zweimal umschlingen, zur Brezel formen und die beiden Enden unten festdrücken.
  • Die Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmal eine halbe Stunde gehen lassen.
  • Die Brezeln mit dem übrigen Rest der Butter-Milch-Mischung bestreichen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 10 bis 15 Minuten backen.
  • Die noch heißen Brezeln mit der flüssigen Butter bestreichen und sofort in der Zucker-Zimt-Mischung wenden. Guten Appetit!

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