Schnelle und einfache Puddingbrezeln
Früher war der Gang zum Bäcker am Wochenende für eine frische Puddingbrezeln ein echtes Highlight. Ich stand mit der Nase an der Glasscheibe und suchte mir immer das Exemplar aus, bei dem der Pudding in der Mitte am weitesten über den Rand gelaufen war, denn wir wissen alle, der Pudding ist das Herzstück. Aber seien wir mal ehrlich, der Bäcker von heute ist oft nicht mehr das, was er mal war. Häufig bekommt man trockene Teiglinge, bei denen der Pudding eher an gelbes Gummi erinnert und die Vanille nur auf der Verpackung existiert.
Deshalb habe ich es mir zur Mission gemacht, das perfekte Puddingbrezeln Rezept zu kreieren, das nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch in den stressigen Alltag passt. Wir reden hier von echtem Seelenfutter. Puddingbrezeln sind die Umarmung unter den Gebäcken. Sie sind nicht so kompliziert wie eine mehrstöckige Torte, aber viel raffinierter als ein einfacher Rührkuchen. Es ist diese Kombination aus dem blättrigen, buttrigen Teig und der cremigen, fast schon samtigen Füllung, die uns seit Generationen schwach werden lässt.
In diesem Blogpost nehmen wir uns die Zeit, das Geheimnis der perfekten Brezel zu lüften. Wir schauen uns an, warum hausgemachter Pudding durch nichts zu ersetzen ist und wie du mit ein paar Handgriffen ein Ergebnis erzielst, das jeden Konditor alt aussehen lässt. Schnapp dir eine Schürze, stell den Ofen an und lass uns gemeinsam in diese Welt aus Teig und Creme eintauchen. Es geht hier nicht nur um Kalorien, es geht um dieses wohlige Gefühl im Bauch, wenn der erste Bissen im Mund schmilzt.
Warum Puddingbrezeln super lecker sind!
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Die perfekte Textur-Balance: Durch die Verwendung von Plunderteig in Kombination mit dem selbstgekochten Pudding entsteht ein Kontrast, der süchtig macht. Außen ist es knusprig und blättrig, während das Innere cremig und weich bleibt.
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Echte Vanille statt Aroma: In diesem Rezept nutzen wir das Mark einer echten Vanilleschote. Das schmeckt man nicht nur, man sieht es auch an den kleinen schwarzen Pünktchen im Pudding. Es verleiht dem Gebäck eine edle Note, die künstliches Aroma niemals imitieren kann.
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Schnell, aber oho: Dank des fertigen Plunderteigs sparst du dir Stunden an Wartezeit für das Tourieren der Butter, ohne dabei Abstriche beim Geschmack der Füllung machen zu müssen. Es ist das ideale „Low Effort, High Reward“-Rezept.
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Nicht zu süß: Viele gekaufte Brezeln erschlagen einen mit Zucker. Hier kontrollierst du die Süße selbst. Die feine Herbe der Speisestärke und die Frische der Milch balancieren den Puderzuckerguss perfekt aus.
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Frische-Garantie: Nichts schlägt eine Puddingbrezel, die noch leicht lauwarm ist. Wenn du sie selbst backst, kommst du in den Genuss dieses flüchtigen Moments, den man beim Bäcker meistens verpasst.
Puddingbrezeln Zutaten:
Bevor wir mit der Zubereitung dieses Puddingbrezeln Rezepts beginnen, bereite die Zutaten vor, damit der Backvorgang reibungslos und einfach verläuft.
Dies sind einige der Hauptzutaten für dieses Rezept. Die vollständigen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unten.
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Plunderteig: Er sorgt für die charakteristische Blättrigkeit. Die vielen feinen Fettschichten gehen im Ofen auf und bilden das perfekte, luftige Gerüst für den schweren Pudding.
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Echte Vanilleschote: Das ätherische Öl der Vanille ist ein natürlicher Geschmacksverstärker. Es rundet die Süße ab und sorgt für ein tiefes, komplexes Aroma, das den ganzen Raum erfüllt.
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Speisestärke: Sie ist das Geheimnis für die Standfestigkeit. Im Gegensatz zu Mehl macht Stärke den Pudding seidig-glatt und sorgt dafür, dass er im Ofen nicht davonläuft, sondern formstabil bleibt.
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Eigelb (im Pudding): Das Eigelb fungiert als natürlicher Emulgator. Es schenkt dem Pudding eine wunderschöne, goldgelbe Farbe und macht das Mundgefühl deutlich reichhaltiger und cremiger
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Puderzucker & Wasser: Der klassische Guss versiegelt den Teig nach dem Backen. Er verhindert das schnelle Austrocknen und gibt den entscheidenden „Crunch“-Moment beim ersten Hineinbeißen.
Der süße Touch
- Puderzucker: Kein Puderzucker da? Kein Problem, Puderzucker kannst du auch ganz einfach zuhause zubereiten und musst ihn nicht extra kaufen. Dafür Kristallzucker in einem Mixer oder einer Küchenmaschine so lange mixen, bis Pulver entstanden ist.
Schritt für Schritt Anleitung – Puddingbrezeln
Das vollständige Puddingbrezeln Rezept findest du weiter unten auf der Rezeptkarte.
Schritt 1: Blätterteig ausrollen und in 6 gleich große Streifen schneiden, diese dann nochmal teilen, sodass insgesamt 12 Streifen entstehen.
Schritt 2: Jeweils 2 Teigstränge aufeinander legen, etwas in die Länge ziehen, miteinander verdrehen und zu schönen Brezeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Schritt 3: Für den Pudding das Eigelb, die Speisestärke und den Zucker in einen Topf geben und Stück für Stück die Milch einrühren, dann eine halbe Vanilleschote dazugeben und unter Rühren aufkochen lassen.
Schritt 4: Eiweiß mit etwas Milch vermischen und die Brezeln damit bestreichen.
Schritt 5: Den abgekühlten Pudding in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und damit die Lücken der Brezel ausfüllen.
Schritt 6: Bei 200°C Ober- und Unterhitze für ca. 15 Minuten backen.
Schritt 7: Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss herstellen und über die abgekühlten Puddingbrezeln geben.
Geheimtipps für das Puddingbrezeln Rezept
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Die „Pudding-Haut-Prävention“: Nichts ist schlimmer als Klümpchen im Pudding. Wenn du den Vanillepudding kochst, lass ihn unbedingt vollständig abkühlen, bevor er auf den Teig kommt. Damit sich dabei keine feste Haut bildet, lege ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings (nicht nur über die Schüssel spannen!). So bleibt er bis zur Verwendung streichzart.
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Der Glanz-Faktor: Mische das Eiweiß mit einem Esslöffel Milch. Bestreiche nur die Teigränder, nicht den Pudding, für ein professionelles Finish.
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Die richtige Temperatur beim Gießen: Trage den Puderzuckerguss auf, solange die Brezeln noch handwarm sind. Wenn sie zu heiß sind, zieht der Guss ein und wird unsichtbar. Wenn sie zu kalt sind, verbindet er sich nicht richtig mit dem Teig. Goldene Mitte ist hier das Stichwort!
So, nun liegen sie da, hoffentlich goldbraun, duftend und mit diesem unwiderstehlichen Glanz. Wenn ich heute in eine dieser Brezeln beiße, muss ich oft an meine ersten Versuche in der Küche denken. Ich war damals vielleicht zehn Jahre alt und wollte unbedingt meine Mutter überraschen. Das Ergebnis war damals… sagen wir mal, interessant. Der Pudding war flüssig wie Suppe und der Teig war am Boden noch roh, weil ich vor lauter Vorfreude den Ofen nicht lange genug vorgeheizt hatte. Aber wisst ihr was? Mein Vater hat sie trotzdem gegessen und behauptet, es wären die besten Puddingbrezeln der Welt.
Genau das ist es, was Backen für mich ausmacht. Es geht nicht um Perfektion, wie man sie in einem Hochglanzmagazin sieht. Es geht um den Prozess. Es geht darum, dass man sich Zeit nimmt, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. In einer Welt, die immer schneller wird und in der wir ständig vor Bildschirmen sitzen, ist das Kneten von Teig oder das gleichmäßige Rühren in einem Topf mit Pudding fast schon eine Form von Meditation.
Wenn ihr die Brezeln für Gäste macht, seid nicht zu streng mit euch, wenn die Form nicht perfekt symmetrisch ist. Eine handgemachte Brezel darf (und sollte!) individuell aussehen. Ich persönlich liebe es, wenn der Guss nicht ganz akkurat ist, sondern hier und da eine kleine Nase bildet. Das zeigt, hier war ein Mensch am Werk, keine Maschine.
Ein weiterer kleiner Trick, den ich über die Jahre gelernt habe, wenn ihr es besonders luxuriös mögt, rührt nach dem Kochen des Puddings (wenn er noch heiß ist) ein kleines Stückchen kalte Butter unter. Das gibt dem Ganzen diesen „Konditor-Glanz“ und macht den Geschmack noch runder. Und falls ihr Kinder im Haus habt, lasst sie den Puderzucker anrühren. Ja, es gibt eine kleine Sauerei, aber das Leuchten in ihren Augen, wenn sie die Brezeln verzieren dürfen, ist unbezahlbar.
Backen ist für mich auch immer ein Stück Selbstfürsorge. Wenn ich eine stressige Woche hatte, gibt es nichts Entspannenderes, als mich in der Küche zu vergraben. Und das Schöne an diesem speziellen Rezept ist, man braucht keine exotischen Zutaten, die man erst in drei verschiedenen Bioläden suchen muss. Alles, was ihr braucht, habt ihr wahrscheinlich schon im Schrank oder bekommt es im Supermarkt um die Ecke.
Genießt eure Puddingbrezeln am besten mit einer guten Tasse Kaffee oder einem Glas kalter Milch. Setzt euch hin, legt das Handy weg und konzentriert euch nur auf diesen einen Moment. Der knusprige Teig, die kühle Creme, die Süße auf den Lippen, das ist purer Luxus im Alltag.
Ich hoffe, dieses Rezept bringt euch genauso viel Freude wie mir. Teilt eure Ergebnisse gerne mit euren Liebsten, denn geteiltes Gebäck schmeckt bekanntlich doppelt so gut. Und wer weiß, vielleicht wird dieses Rezept ja auch in eurer Familie zu einer kleinen Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Viel Spaß beim Ausprobieren, Naschen und Genießen! Eure Küche wartet schon auf euch, lasst es euch schmecken!

Schnelle und einfache Puddingbrezeln
Zutaten
- 1 Pck Plunderteig
- 1 Eiweiß
- 1 EL Milch
Puderzucker & Wasser
- Vanillepudding:
- 1 Eigelb
- 30 g Speisestärke
- 60 g Zucker
- 300 ml Milch
- ½ Vanilleschote Mark oder aufgeschnitten
Anleitung
- Blätterteig ausrollen und in 6 gleich große Streifen schneiden, diese dann nochmal teilen, sodass insgesamt 12 Streifen entstehen.
- Jeweils 2 Teigstränge aufeinander legen, etwas in die Länge ziehen, miteinander verdrehen und zu schönen Brezeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Für den Pudding das Eigelb, die Speisestärke und den Zucker in einen Topf geben und Stück für Stück die Milch einrühren, dann eine halbe Vanilleschote dazugeben und unter Rühren aufkochen lassen.
- Eiweiß mit etwas Milch vermischen und die Brezeln damit bestreichen.
- Den abgekühlten Pudding in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und damit die Lücken der Brezel ausfüllen.
- Bei 200°C Ober- und Unterhitze für ca. 15 Minuten backen.
- Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss herstellen und über die abgekühlten Puddingbrezeln geben.

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