Schnelles und saftiges Dinkel-Vollkornbrot
Kennt ihr das auch? Dieser Moment, wenn man morgens am Bäcker vorbeiläuft und dieser unfassbare Duft von frisch gebackenem Brot in die Nase steigt? Es ist fast schon eine Art Ur-Instinkt, der da in uns getriggert wird. Brot ist nicht einfach nur ein Lebensmittel, es ist Comfort Food in seiner reinsten Form. Aber seien wir mal ehrlich, wenn man sich im Supermarkt die Rückseite der Packungen anschaut, vergeht einem schnell der Appetit. Konservierungsstoffe, Emulgatoren, komische Enzyme und Zuckerzusätze, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben.
Ich habe lange Zeit gedacht, dass Brotbacken eine Wissenschaft für sich ist. Dass man dafür eine abgeschlossene Bäckerlehre und einen sündhaft teuren Profi-Ofen braucht. Spoiler, braucht man nicht. Was man braucht, ist ein bisschen Zeit (okay, und eine gute Prise Geduld), aber vor allem die richtigen Zutaten.
Heute möchte ich euch ein Dinkel-Vollkornbrot Rezept vorstellen, das mein absoluter Gamechanger war. Es ist kein „schnelles Weißbrot“, das nach zwei Stunden schon wieder pappig schmeckt. Wir reden hier von einem Dinkelvollkornbrot, das vollgepackt ist mit Nährstoffen, Biss und Charakter. Es ist das perfekte Brot für alle, die morgens etwas brauchen, das wirklich satt macht, oder die abends eine ehrliche Brotzeit mit guter Butter und einer Prise Salz zelebrieren wollen.
Ich erinnere mich noch an mein allererstes selbstgebackenes Brot. Es war steinhart, ich hätte damit vermutlich eine Scheibe einschlagen können. Aber der Geruch in der Küche? Der war damals schon göttlich. Über die Jahre habe ich viel experimentiert, und dieses Dinkel-Vollkornbrot Rezept hier ist das Ergebnis aus unzähligen Versuchen. Es ist unkompliziert, gelingsicher und das ist das Wichtigste, es schmeckt einfach wie früher bei Oma auf dem Dorf. Also, schnappt euch eine Schüssel, krempelt die Ärmel hoch und lasst uns loslegen!
Warum das Dinkel-Vollkornbrot super lecker ist!
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Sättigend: Durch das Dinkelvollkornmehl und die vielen Saaten habt ihr hier komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe ohne Ende. Ein oder zwei Scheiben, und ihr seid für Stunden satt, kein Food-Koma, kein Blutzucker-Zickzack.
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Unfassbarer Crunch: Dank der Sonnenblumenkerne und der Haferflocken auf der Kruste hat dieses Brot ein haptisches Erlebnis, das ihr bei gekauftem Brot selten findet. Außen knusprig es, innen ist es fluffig.
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Die Nährstoffbombe: Chia-Samen und Leinsamen liefern Omega-3-Fettsäuren und wertvolle Schleimstoffe, die eurer Verdauung so richtig guttun. Es ist quasi Medizin, die verdammt gut schmeckt.
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Frischegarantie: Da wir mit frischer Hefe arbeiten und die Saaten Feuchtigkeit speichern, bleibt das Brot tagelang saftig. Ihr müsst es nicht sofort aufessen (auch wenn ihr es wollen werdet).
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Maximale Kontrolle: Ihr wisst ganz genau, was drin ist. Kein verstecktes Malzextrakt für die Farbe, kein unnötiges Fett. Nur ehrliche Zutaten.
Dinkel-Vollkornbrot Zutaten:
Bevor wir mit der Zubereitung dieses Dinkel-Vollkornbrot Rezepts beginnen, bereite die Zutaten vor, damit der Backvorgang reibungslos und einfach verläuft.
Dies sind einige der Hauptzutaten für dieses Rezept. Die vollständigen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unten.
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Frische Hefe: Sie ist der Motor. Im Gegensatz zu Trockenhefe gibt sie dem Brot einen viel tieferen, traditionellen Geschmack und sorgt für eine feinporige, elastische Krume.
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Dinkelvollkornmehl: Dinkel ist die Urform des Weizens und oft viel verträglicher. Da wir die Vollkornvariante nehmen, nutzen wir das volle Korn inklusive Keimling, das bedeutet mehr Eisen, Magnesium und Zink.
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Sonnenblumenkerne: Sie sind die Textur-Könige. Neben dem nussigen Aroma liefern sie wertvolles Vitamin E und pflanzliches Protein. Beim Backen werden sie leicht geröstet, was den Geschmack intensiviert.
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Chia Samen: Diese kleinen Wunderdinger binden Wasser. Das sorgt dafür, dass das Brot im Ofen nicht austrocknet und auch am dritten Tag noch wie frisch gebacken schmeckt.
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Leinsamen: Unsere heimischen Superfoods. Sie sind nicht nur gut für das Herz-Kreislauf-System, sondern geben dem Brot eine leicht erdige Note, die perfekt zum herben Dinkel passt.
Schritt für Schritt Anleitung – Dinkel-Vollkornbrot
Das vollständige Dinkel-Vollkornbrot Rezept findest du weiter unten auf der Rezeptkarte.
Schritt 1: Die frische Hefe mit einer Prise Zucker und lauwarmem Wasser in einer großen Schüssel verrühren.
Schritt 2: Dann das Dinkelvollkornmehl, die Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chiasamen und ein Teelöffel Salz dazugeben und mit einer Küchenmaschine verkneten.
Schritt 3: Den Teig in eine eingefettete Backform geben und mit Haferflocken und Sonnenblumenkerne bestreuen. Abgedeckt für 20 Minuten gehenlassen.
Schritt 4: Das Dinkel-Vollkornbrot bei 180°C Umluft für ca. 50 Minuten backen.
Geheimtipps für das Dinkel-Vollkornbrot Rezept
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Dampf-Trick (Schwaden): Stellt beim Vorheizen eine feuerfeste Schale mit Wasser unten in den Ofen. Der entstehende Wasserdampf verhindert, dass die Kruste zu früh fest wird. So kann das Brot maximal aufgehen, bevor die Kruste schön knusprig wird.
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Die Hefe-Aktivierung: Auch wenn man Hefe oft direkt zum Mehl gibt – löst sie vorher in dem lauwarmen Wasser (nicht heiß!) mit der Prise Zucker auf und lasst sie 5-10 Minuten stehen, bis sich Bläschen bilden. Das gibt dem Teig einen ordentlichen Kickstart.
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Die Klopfprobe: Seid ihr unsicher, ob das Brot fertig ist? Nehmt es vorsichtig aus der Form und klopft auf die Unterseite. Wenn es hohl klingt, ist es perfekt durchgebacken.
Wenn ihr jetzt bis hierher gelesen habt, dann hoffe ich, dass ihr Lust auf Backen bekommen habt. In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der wir ständig nur auf Bildschirme starren, ist das Kneten eines Teiges etwas herrlich Reales. Man spürt, wie sich die Textur verändert, wie der Teig unter den Ballen geschmeidig wird, sodass man wieder voll im Moment ist.
Ich weiß noch, wie ich früher oft abends völlig gestresst aus dem Büro kam. Mein erster Reflex war meistens, irgendwas Schnelles zu bestellen. Aber irgendwann fing ich an, stattdessen Brot zu backen. Klar, das dauert insgesamt länger, aber die aktive Arbeitszeit ist minimal. Und während der Teig geht, kann man wunderbar abschalten. Es gibt nichts Befriedigenderes, als das erste warme Endstück mit einer dicken Schicht Butter zu essen, während der Dampf noch aus der Krume aufsteigt.
Seid nicht zu streng mit euch selbst, wenn das erste Dinkel-Vollkornbrot vielleicht etwas schief aussieht oder die Kruste oben eingerissen ist. Das nennt man „handgemacht“ und ist ein Qualitätsmerkmal! Was ich über die Jahre gelernt habe, die Temperatur des Wassers ist entscheidend. Nehmt wirklich lauwarmes Wasser, ist es zu kalt, schläft die Hefe ein, ist es zu heiß (über 40 Grad), stirbt sie ab. Ein einfaches Küchenthermometer kann hier Wunder wirken, wenn ihr euch unsicher seid.
Und noch ein kleiner Tipp für den Alltag, ich backe meistens direkt zwei Brote. Eines essen wir frisch, das andere schneide ich komplett in Scheiben und friere es ein. So habe ich unter der Woche immer ein hochwertiges Frühstück parat, das ich einfach nur kurz in den Toaster werfen muss. Das spart Zeit und verhindert, dass man doch wieder beim teuren Bäcker landet.
Probiert es einfach aus. Traut euch an den Teig ran. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als seine Liebsten mit dem Duft von frisch gebackenem Brot zu wecken. Das ist Lebensqualität pur, die man für ein paar Euro an Zutaten bekommt.
Erzählt mir unbedingt mal in den Kommentaren, wie euer Brot geworden ist! Habt ihr vielleicht sogar eigene Variationen ausprobiert? Vielleicht ein paar Nüsse mehr oder ein paar getrocknete Kräuter? Ich bin gespannt auf eure Berichte.

Schnelles und saftiges Dinkel-Vollkornbrot
Zutaten
- 1 Würfel frische Hefe 42g
- 1 Prise Zucker
- 350 ml lauwarmes Wasser
- 500 g Dinkelvollkornmehl
- 30 g Sonnenblumenkerne
- 20 g Leinsamen
- 30 g Chia Samen
- 1 TL Salz
- Öl für die Form
- Haferflocken & Sonnenblumenkerne
Anleitung
- Die frische Hefe mit einer Prise Zucker und lauwarmem Wasser in einer großen Schüssel verrühren.
- Dann das Dinkelvollkornmehl, die Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chiasamen und ein Teelöffel Salz dazugeben und mit einer Küchenmaschine verkneten.
- Den Teig in eine eingefettete Backform geben und mit Haferflocken und Sonnenblumenkerne bestreuen. Abgedeckt für 20 Minuten gehenlassen.
- Das Brot bei 180°C Umluft für ca. 50 Minuten backen.

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