Kartoffelklöße – Kartoffelknödel Rezept

Schon als Kind wusste ich, wenn aus der Küche dieser warme, leicht erdige Duft von frisch gekochten Kartoffeln, Butter und einem Hauch Muskat kam, dann standen Kartoffelknödel auf dem Herd. Kein schnelles Alltagsessen, sondern etwas, für das man sich Zeit nimmt. Etwas, das mit Liebe gemacht wird. Kartoffelknödel sind für mich nicht einfach nur eine Beilage. Sie sind ein Stück Tradition. Ein Sonntagsgericht. Ein Familienessen.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich als kleines Kind auf einem Stuhl neben meiner Oma stand und zusah, wie sie die dampfenden Kartoffeln durch die Presse drückte. Ihre Hände arbeiteten schnell, fast automatisch. „Der Teig darf nicht kleben, aber auch nicht bröseln“, sagte sie immer. Damals verstand ich nicht ganz, was sie meinte. Heute weiß ich, Kartoffelknödel sind Gefühlssache.

Es geht nicht nur ums Rezept. Es geht darum, wie sich der Teig anfühlt. Wie vorsichtig man ihn formt. Wie man beim ersten Probekochen gespannt vor dem Topf steht und hofft, dass die Knödel nicht zerfallen. Und wenn sie dann perfekt an die Oberfläche steigen, rund, weich und stabil, dann fühlt es sich jedes Mal wie ein kleiner Sieg an.

Gerade an kalten Tagen gibt es kaum etwas Besseres als frisch gekoche Kartoffelknödel mit Braten, Pilzrahmsoße oder einfach nur brauner Butter und ein paar Kräutern. Sie wärmen von innen. Sie machen satt. Und sie bringen alle an einen Tisch.

Das Kartoffelknödel Rezept, das ich heute mit dir teile, ist genau so eines, klassisch, ehrlich und ohne Schnickschnack. Mit einfachen Zutaten, die man überall bekommt, aber mit einem Ergebnis, das schmeckt wie bei Oma. Außen weich, innen locker und mit goldbraunen Butter-Croûtons als kleine Überraschung im Kern.

Wenn du schon einmal selbstgemachte Knödel probiert hast, weißt du, der Unterschied zu gekauften ist riesig. Und falls du sie noch nie selbst gemacht hast, keine Sorge. Mit ein paar Tricks gelingen sie wirklich jedem.

Also schnapp dir einen großen Topf, hol die Kartoffeln aus dem Vorratsschrank und lass uns gemeinsam ein bisschen Kindheit, Gemütlichkeit und ganz viel Geschmack auf den Teller bringen.

Warum Kartoffelklöße super lecker sind!

  • Perfekt lockere Konsistenz: Durch die Kombination aus mehligen Kartoffeln und Kartoffelstärke werden die Knödel wunderbar weich und fluffig, ohne zu zerfallen. Sie sind weder zu fest noch gummiartig, sondern genau richtig. Jeder Biss fühlt sich leicht und zart an.

  • Echter Kartoffelgeschmack statt Fertigprodukte: Hier schmeckt man wirklich die Kartoffel. Keine Zusatzstoffe, kein künstlicher Geschmack. Nur ehrliche Zutaten. Das macht einen enormen Unterschied, besonders, wenn man sie mit Soße oder Braten kombiniert.

  • Die knusprige Überraschung im Inneren: Die kleinen Butter-Croûtons aus geröstetem Brötchen sorgen für einen herrlichen Kontrast. Außen weich, innen leicht knusprig und buttrig, das macht jeden Kartoffelknödel spannend und besonders.

  • Vielseitig kombinierbar: Ob zu Braten, Pilzen, Gulasch, Rotkohl oder vegetarischen Soßen, Kartoffelknödel passen einfach zu allem. Sie sind ein echtes Allround-Talent in der Küche.

  • Hausgemacht schmeckt einfach besser: Es gibt etwas unglaublich Befriedigendes daran, Knödel selbst zu formen. Man schmeckt die Zeit und Liebe, die man hineingesteckt hat. Und genau das macht dieses Kartoffelknödel Rezept so besonders.

Kartoffelklöße mit Brotfüllung

Kartoffelklöße Zutaten:

Bevor wir mit der Zubereitung dieses Kartoffelklöße Rezepts beginnen, bereite die Zutaten vor, damit der Backvorgang reibungslos und einfach verläuft.
Dies sind einige der Hauptzutaten für dieses Kartoffelklöße Rezept. Die vollständigen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unten.

  • Mehlige Kartoffeln: Mehlige Kartoffeln sind das Herzstück der Knödel. Sie enthalten viel Stärke und wenig Wasser, wodurch der Teig schön locker wird. Mit festkochenden Kartoffeln würden die Knödel eher kompakt und klebrig werden. Mehlige Sorten sorgen für die perfekte, fluffige Struktur.

  • Ei + Eigelb: Das Ei gibt dem Teig Halt und Stabilität. Das zusätzliche Eigelb bringt extra Geschmack und eine schöne Farbe hinein. Außerdem macht es die Knödel geschmeidiger und verhindert, dass sie im Wasser zerfallen.

  • Kartoffelstärke: Kartoffelstärke wirkt wie ein natürlicher Binder. Sie sorgt dafür, dass der Teig zusammenhält, ohne schwer zu wirken. Dadurch bleiben die Knödel leicht und locker statt kompakt oder teigig.

  • Salz & Muskatnuss: Salz ist natürlich essenziell für den Geschmack. Die Muskatnuss hingegen ist der kleine Geheimstar, sie gibt den Knödeln diese warme, leicht würzige Note, die sofort an traditionelle Hausmannskost erinnert. Eine Prise reicht schon, um das Aroma perfekt abzurunden.

  • Brötchen vom Vortag + Butter: Altes Brötchen ist ideal, weil es beim Rösten besonders knusprig wird. In Butter goldbraun gebraten, entsteht eine herzhafte Füllung mit Röstaromen. Diese kleinen Croûtons machen den Knödel erst richtig spannend und verleihen ihm das gewisse Extra.

Schritt für Schritt Anleitung – Kartoffelknödel / Kartoffelklöße

Das vollständige Kartoffelknödel Rezept findest du weiter unten auf der Rezeptkarte.

Schritt 1: Mehlig kochende Kartoffeln in Salzwasser kochen, schälen und durch eine Presse pressen.

Schritt 2: Ei, Mehl, etwas Salz und Muskatnuss dazugeben und dann alles gut miteinander vermengen, sodass wir einen schönen Teig bekommen.

Schritt 3: Wenn er nicht mehr an den Fingern kleben bleibt, die Knödel formen.

Schritt 4: Für die Füllung, ein älteres Brötchen, in Würfel schneiden, in eine Pfanne mit etwas Butter geben, mit Salz und Pfeffer würzen und knusprig anbraten.

Schritt 5: In die Knödel ein kleines Loch drücken, die Croûtons hineingeben und die Knödel wieder rund formen.

Schritt 6: In heißem, gesalzenem Wasser für 20min durchziehen lassen. Achtung, nicht kochen, sondern nur durchziehen lassen!

Geheimtipps für das Kartoffelknödel Rezept

  • Kartoffeln ausdampfen lassen: Nach dem Kochen die Kartoffeln unbedingt ein paar Minuten abdampfen lassen. Zu viel Feuchtigkeit macht den Teig klebrig und schwer. Trockene Kartoffeln ergeben fluffigere Knödel.

  • Probekochen: Mach zuerst einen kleinen Testknödel. Zerfällt er, gib noch etwas Stärke dazu. So vermeidest du böse Überraschungen im großen Topf.

Immer wenn ich Kartoffelknödel mache, nehme ich mir bewusst Zeit dafür. Kein Stress, kein Multitasking. Nur ich, ein großer Topf, der Duft von warmen Kartoffeln und dieses beruhigende Gefühl, etwas ganz Ursprüngliches zuzubereiten.

Ich habe im Laufe der Jahre viele Varianten ausprobiert. Mal mit zu viel Mehl, zu fest. Mal zu wenig Stärke, alles zerfallen. Und einmal habe ich die Kartoffeln nicht richtig ausdampfen lassen. Das Ergebnis war eher Kartoffelbrei als Knödel. Aber genau diese kleinen Fehler gehören dazu. Man lernt mit jedem Versuch dazu.

Heute weiß ich, gute Knödel brauchen Geduld. Und ein bisschen Vertrauen ins eigene Gefühl.

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Mein persönlicher Tipp, mach sie nicht nur zu besonderen Anlässen. Kartoffelknödel sind kein nur „Sonntags-Gericht“. Manchmal mache ich sie einfach unter der Woche. Mit etwas brauner Butter, gerösteten Zwiebeln und einem grünen Salat. Einfach, aber unglaublich gut.

Und noch etwas, das ich dir wirklich ans Herz legen möchte, koch nicht nur nach Rezept, sondern nach Gefühl. Probier den Teig. Riech an der Muskatnuss. Form die Kartoffelklöße mit den Händen statt mit einem Löffel. Essen verbindet uns mit Erinnerungen und genau das macht solche Gerichte so wertvoll.

Wenn ich heute Freunde oder Familie einlade und die Knödel auf den Tisch stelle, passiert immer das Gleiche, erst wird probiert, dann gelächelt, und dann kommt dieser Satz: „Die schmecken ja wie bei Oma.“

Und ehrlich gesagt, gibt es ein schöneres Kompliment?

Ich hoffe, dieses Kartoffelknödel Rezept bringt dir genauso viel Freude wie mir. Vielleicht wird es ja auch bei dir zu einem kleinen Familienklassiker. Zu einem Gericht, das nach Zuhause schmeckt.

Also, Schürze umbinden, Hände bemehlten, und los geht’s. Deine Küche wird wunderbar duften, versprochen.

Kartoffelknödel selber machen

Kartoffelknödel / Kartoffelklöße Rezept

Einfaches Kartoffelknödel Rezept für super leckere Kartoffelknödel
Vorbereitung 20 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Portionen 4

Zutaten
  

  • 1,4 kg mehlige Kartoffeln
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • 260 g Kartoffelstärke
  • 2 TL Salz
  • 1 Msp. Muskatnuss

Für die Füllung:

  • 1 Brötchen vom Vortag
  • Etwas Butter
  • Salz & Pfeffer

Anleitung
 

  • Mehlig kochende Kartoffeln in Salzwasser kochen, schälen und durch eine Presse pressen.
  • Ei, Mehl, etwas Salz und Muskatnuss dazugeben und dann alles gut miteinander vermengen, sodass wir einen schönen Teig bekommen.
  • Wenn er nicht mehr an den Fingern kleben bleibt, die Knödel formen.
  • Für die Füllung, ein älteres Brötchen, in Würfel schneiden, in eine Pfanne mit etwas Butter geben, mit Salz und Pfeffer würzen und knusprig anbraten.
  • In die Knödel ein kleines Loch drücken, die Croûtons hineingeben und die Knödel wieder rund formen.
  • In heißem, gesalzenem Wasser für 20min durchziehen lassen. Achtung, nicht kochen, sondern nur durchziehen lassen!

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