Saftiger Apfelkuchen
Apfelkuchen, ein Klassiker, der einfach immer geht! Ob zum Nachmittagskaffee, als süße Überraschung für Gäste oder einfach, weil man Lust auf etwas Leckeres hat.
Kaum schiebt man den Kuchen in den Ofen, fängt die Küche an zu duften, warm, süß, vertraut und plötzlich steht man gedanklich wieder als Kind neben dem Küchentisch, schaut neugierig durch die Ofenscheibe und wartet ungeduldig darauf, dass der Kuchen endlich fertig ist. Genau so geht es mir jedes Mal mit diesem Apfelkuchen.
Ich erinnere mich noch gut an Sonntagnachmittage bei meiner Oma. Während draußen der Regen gegen die Fenster prasselte oder im Herbst die Blätter durch den Garten wirbelten, stand sie mit einer geblümten Schürze in der Küche. Auf dem Tisch lagen Äpfel, frisch vom Markt, noch mit kleinen braunen Stellen, die sie mit einem kleinen Messer sorgfältig herausschnitt. Die Butter stand schon weich bereit und ich durfte den Zucker abwiegen.
Damals wusste ich noch nicht, dass genau diese einfachen Momente später zu meinen schönsten Erinnerungen gehören würden.
Dieser Apfelkuchen ist kein kompliziertes Rezept mit exotischen Zutaten oder aufwendigen Techniken. Er braucht keine Glasur aus drei Schichten oder ausgefallene Gewürze. Er ist ehrlich, unkompliziert und genau deshalb so gut. Ein Kuchen, der immer gelingt. Einer, den man schnell backen kann, wenn sich spontan Besuch ankündigt. Einer, der auf Familienfeiern genauso gut ankommt wie an einem gemütlichen Abend auf dem Sofa.
Das Rezept begleitet mich inzwischen seit vielen Jahren. Ich habe es unzählige Male gebacken, für Geburtstage, für Freunde, für Kollegen und manchmal einfach nur für mich selbst. Und jedes Mal ist es wieder dieses Gefühl von Zuhause.
Wenn du also Lust auf einen saftigen, fluffigen, herrlich duftenden Apfelkuchen hast, der nicht nur schmeckt, sondern auch ein bisschen Herz mitbringt, dann bist du hier genau richtig. Mit ein paar Geheimtipps wird er besonders köstlich. los geht’s!
Darum ist dieses Rezept ganz besonders
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Unglaublich saftig durch die frischen Äpfel: Die Äpfel geben während des Backens ihren Saft ab und machen den Teig wunderbar weich und saftig. Kein trockener Kuchen, kein Krümeln, jeder Bissen ist zart und fruchtig.
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Perfekte Balance zwischen Süße und Frische: Der Zucker sorgt für die angenehme Süße, während die leichte Säure der Äpfel alles ausgleicht. So schmeckt der Kuchen nicht schwer oder zu süß, sondern frisch und harmonisch.
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Luftiger Teig dank Butter und Eier: Die Kombination aus weicher Butter und gut aufgeschlagenen Eiern macht den Teig locker und fluffig. Der Kuchen fühlt sich fast wie eine kleine Wolke an.
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Schnell und unkompliziert gemacht: Kein stundenlanges Vorbereiten oder komplizierte Schritte. Alles wird einfach zusammengerührt, perfekt für Backanfänger oder wenn es schnell gehen muss.
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Schmeckt am nächsten Tag fast noch besser: Viele Kuchen trocknen aus, dieser nicht. Am zweiten Tag ist er sogar noch aromatischer, weil sich alle Geschmäcker richtig entfalten. Ideal zum Vorbacken!
Zutaten für den Apfelkuchen
Bevor wir mit der Zubereitung dieses Apfelkuchen Rezepts beginnen, bereite die Zutaten vor, damit der Backvorgang reibungslos und einfach verläuft.
Dies sind einige der Hauptzutaten für dieses Rezept. Die vollständigen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unten.
- Butter: Butter ist das Herzstück dieses Rezepts. Sie sorgt nicht nur für Geschmack, sondern auch für die perfekte Konsistenz. Durch die weiche Butter wird der Teig cremig und lässt sich wunderbar aufschlagen. Außerdem verleiht sie dem Kuchen dieses typische, leicht buttrige Aroma, das man sofort mit selbstgebackenem Kuchen verbindet.
- Zucker: Zucker gibt nicht nur Süße, sondern hilft auch dabei, die Butter luftig aufzuschlagen. Dadurch entsteht Volumen im Teig. Außerdem sorgt Zucker beim Backen für eine schöne goldbraune Farbe und eine leichte Karamellnote.
- Eier: Eier sind echte Alleskönner. Sie binden die Zutaten, geben Stabilität und machen den Kuchen gleichzeitig locker. Durch das Aufschlagen kommt Luft in den Teig, was später für die fluffige Struktur sorgt.
- Mehl mit Backpulver: Mehl bildet die Basis des Teigs. Zusammen mit dem Backpulver sorgt es dafür, dass der Kuchen schön aufgeht. Das Ergebnis, eine gleichmäßige, weiche Krume ohne schwere oder dichte Stellen.
- Äpfel: Die Stars des Rezepts! Sie bringen Fruchtigkeit, Frische und natürliche Süße. Außerdem liefern sie Feuchtigkeit und machen den Kuchen besonders aromatisch. Je nach Apfelsorte kannst du den Geschmack leicht variieren, süß, säuerlich oder besonders intensiv.
Süß und schön
- Puderzucker: Bestreue den Kuchen vor dem servieren mit etwas Puderzucker. Das schmeckt nicht nur gut sondern sieht auch noch sehr schön aus. Kein Puderzucker da? Kein Problem, Puderzucker kannst du auch ganz einfach zuhause zubereiten und musst ihn nicht extra kaufen. Dafür Kristallzucker in einem Mixer oder einer Küchenmaschine so lange mixen, bis Pulver entstanden ist.
Schritt für Schritt Anleitung – Apfelkuchen
Das vollständige Rezept findest du weiter unten auf der Rezeptkarte.
Schritt 1: Butter, Zucker und Vanillinzucker in eine Schüssel geben und verrühren. Die Eier dazugeben, schaumig rühren und dann das Mehl hinein sieben sowie das Backpulver dazugeben und fertig rühren.
Schritt 2: Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel von 2 ganzen Äpfeln alle 2-3 mm ca. 0,5cm tief einschneiden, nicht ganz durchschneiden! Den 3. Apfel ebenfalls vierteln, dieses mal die 2-3mm dicken Schnitze ganz durchschneiden, sodass ihr Scheiben erhaltet.
Schritt 3: 1/3 des Teiges in die Backform geben, darauf die Apfelschnitze legen und dann den restlichen Teig darüber geben. Oben drauf geben wir die großen, eingeschnittenen Apfelviertel.
Schritt 4: Bei 190°C Ober-/Unterhitze für ca. 30 Minuten in den Backofen geben. Mit etwas Puderzucker bestreuen und genießen.
Geheimtipp für das Apfelkuchen Rezept
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Zimt & Zitronenabrieb: Ein Hauch von Zimt und etwas geriebene Zitronenschale geben dem Kuchen eine besondere Würze und Frische.
Wenn ich heute diesen Apfelkuchen backe, passiert etwas ganz Eigenartiges, egal wie stressig der Tag war, sobald ich anfange, die Äpfel zu schälen, werde ich ruhiger. Das Schneiden, das Rühren im Teig, das Klacken der Schüssel auf der Arbeitsplatte, lenkt von allen Alltagsproblemen ab.
Backen ist für mich längst viel mehr geworden, es ist eine kleine Pause vom Alltag.
Oft mache ich mir dabei einen Tee, stelle das Fenster auf Kipp und höre einfach nur das leise Brummen des Ofens. Wenn dann dieser erste Duft durch die Wohnung zieht, weiß ich genau, gleich wird’s gemütlich.
Was ich über die Jahre gelernt habe, man braucht keine perfekten Zutaten oder Profi-Equipment. Dieser Apfelkuchen gelingt auch mit einer einfachen Rührschüssel und einem alten Handmixer. Viel wichtiger ist, dass man sich Zeit lässt und mit Freude backt.
Ein paar persönliche Tipps, die ich jedem mitgeben würde:
- Backe den Kuchen nicht unter Zeitdruck. Mit Hektik schmeckt er nie so gut.
- Verwende Äpfel, die dir wirklich schmecken, das macht einen riesigen Unterschied.
- Und teile den Kuchen mit anderen. Ein Stück allein ist gut, aber zusammen schmeckt er doppelt so gut.
Ich habe diesen Apfelkuchen schon so oft mit Freunden gegessen, bei Geburtstagen mitgenommen oder spontan am Sonntagabend gebacken. Und jedes Mal kam irgendwann die Frage: „Kann ich das Rezept haben?“ Für mich ist das das größte Kompliment.
Vielleicht wird genau dieses Apfelkuchen Rezept ja auch bei dir zu so einem kleinen Klassiker. Zu einem Kuchen, den du immer wieder machst, wenn Besuch kommt oder wenn du einfach etwas Geborgenheit brauchst.
Denn manchmal sind es genau diese einfachen Dinge, ein warmer Kuchen, ein guter Kaffee und ein bisschen Zeit, die einen Tag perfekt machen.
Und wer weiß, vielleicht erinnert dich der Duft irgendwann auch an deine eigene Küche, deine Familie oder an einen ganz besonderen Moment.
Viel Freude beim Backen, und vergiss nicht, dir das erste Stück noch warm zu gönnen. Genau so schmeckt er am besten.
Lass dir den Apfelkuchen richtig gut schmecken und schreib uns in die Kommentare wie er dir geschmeckt hat.

Saftiger Apfelkuchen
Zutaten
- 200 g weiche Butter
- 200 g Zucker
- 1 Pck Vanillinzucker
- 4 Eier
- 200 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 3 Äpfel
- Puderzucker
Anleitung
- Butter, Zucker und Vanillinzucker in eine Schüssel geben und verrühren. Die Eier dazugeben, schaumig rühren und dann das Mehl hinein sieben sowie das Backpulver dazugeben und fertig rühren.
- Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel von 2 ganzen Äpfeln alle 2-3 mm ca. 0,5cm tief einschneiden, nicht ganz durchschneiden! Den 3. Apfel ebenfalls vierteln, dieses mal die 2-3mm dicken Schnitze ganz durchschneiden, sodass ihr Scheiben erhaltet.
- 1/3 des Teiges in die Backform geben, darauf die Apfelschnitze legen und dann den restlichen Teig darüber geben. Oben drauf geben wir die großen, eingeschnittenen Apfelviertel.
- Bei 190°C Ober-/Unterhitze für ca. 30 Minuten in den Backofen geben. Mit etwas Puderzucker bestreuen und genießen.

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