Sauce Hollandaise
Die Sauce Hollandaise ist ein echter Klassiker der französischen Küche und passt nicht nur hervorragend zu Spargel, sondern auch zu Fisch, Gemüse oder Eiern. Mit ihrer buttrig-cremigen Konsistenz und der feinen Zitronennote verleiht sie jedem Gericht einen Hauch von Eleganz.
Jedes Mal, wenn ich den Duft von schmelzender Butter und frisch gepresstem Zitronensaft wahrnehme, fühle ich mich direkt zurückversetzt an den Küchentisch meiner Kindheit. Sonntagmittag, auf dem Esstisch wartet ein großer Topf Spargel mit einer warmen, goldgelben Sauce, die einfach alles besser machte.
Damals dachte ich immer, Sauce Hollandaise sei eine Art Zauberei. Meine Oma stand am Herd, rührte konzentriert im Wasserbad und sagte nur: „Geduld, das ist das Wichtigste.“ Und tatsächlich, wer zu hastig war, bekam Rührei statt Sauce. Heute weiß ich, es ist gar nicht schwer, wenn man ein paar Dinge beachtet. Und vor allem lohnt es sich jedes einzelne Mal, sie selbst zu machen.
Fertige Sauce Hollandaise aus dem Tetrapack? Kann man machen. Aber ehrlich gesagt, sobald man einmal eine echte, frisch geschlagene Hollandaise probiert hat, will man nie wieder zurück. Der Geschmack ist viel runder, buttriger, feiner, einfach luxuriös. Und das Beste daran, man braucht nur wenige Zutaten, die man fast immer im Haus hat.
Dieses Rezept begleitet mich inzwischen seit Jahren. Ich habe es immer wieder angepasst, ein bisschen experimentiert, kleine Tricks gelernt, und genau diese Erfahrungen möchte ich hier teilen. Egal, ob zu Spargel, Gemüse, Fisch oder Kartoffeln, diese Sauce macht aus einem einfachen Essen etwas ganz Besonderes.
Viele denken die Sauce Hollandaise sei schwer zuzubereiten, doch mit diesem Rezept gelingt sie ganz einfach und schmeckt dabei wie im Sternerestaurant! Schnapp’ dir also deine Kochschürze und lass uns direkt beginnen.
Darum lieben wir das Sauce Hollandaise Rezept
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Unglaublich cremige Konsistenz: Durch das langsame Aufschlagen im Wasserbad entsteht eine samtige, dickflüssige Textur, die sich perfekt über Gemüse oder Fisch legt. Die Sauce wirkt nicht schwer oder fettig, sondern weich und geschmeidig, fast wie eine warme Creme.
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Reiner Buttergeschmack ohne künstliche Zusätze: Hier kommt nur echte Butter hinein. Keine Verdickungsmittel, keine Aromen, keine Konservierungsstoffe. Dadurch schmeckt die Sauce natürlich, vollmundig und ehrlich. Man merkt sofort den Unterschied.
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Perfekte Balance aus Fett und Säure: Der Zitronensaft bringt genau die richtige Frische ins Spiel. Die Sauce wird dadurch nicht zu mächtig oder schwer, sondern angenehm leicht und ausgewogen. Dieser kleine säuerliche Kick hebt alle Aromen hervor.
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Schnell gemacht, wenn man den Dreh raus hat: Viele denken, Sauce Hollandaise sei kompliziert. In Wirklichkeit braucht man nur etwa 10–15 Minuten. Mit ein bisschen Übung gelingt sie fast nebenbei und wirkt trotzdem wie ein kleines Küchenkunstwerk.
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Passt zu fast allem: Natürlich denkt man zuerst an Spargel. Aber sie schmeckt genauso gut zu Brokkoli, Blumenkohl, Lachs, pochierten Eiern, Kartoffeln oder sogar auf einem Sandwich. Ein echtes Multitalent in der Küche.
Zutaten
Bevor wir mit der Zubereitung dieses Sauce Hollandaise Rezepts beginnen, bereite die Zutaten vor, damit der Kochvorgang reibungslos und einfach verläuft.
Dies sind einige der Hauptzutaten für dieses Rezept. Die vollständigen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unten.
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Butter: Butter ist das Herzstück der Sauce. Sie sorgt für die unverwechselbare Cremigkeit und den intensiven Geschmack. Hochwertige Butter enthält viele natürliche Aromen und macht die Sauce besonders rund. Außerdem verbindet sie sich beim Aufschlagen perfekt mit dem Eigelb und bildet diese typische Emulsion. Tipp, gute Butter schmeckt man wirklich, hier lohnt sich Qualität.
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Eigelb: Eigelb ist der natürliche Emulgator. Es sorgt dafür, dass sich Fett und Flüssigkeit verbinden und die Sauce nicht auseinanderläuft. Gleichzeitig bringt es eine leichte Süße und eine schöne goldene Farbe mit. Ohne Eigelb gäbe es keine Hollandaise, es ist quasi der Klebstoff der Sauce.
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Zitronensaft: Ein kleiner Spritzer reicht schon aus, um die Sauce lebendig wirken zu lassen. Die Säure schneidet durch die reichhaltige Butter und macht alles frischer. Außerdem verhindert sie, dass die Sauce zu schwer im Magen liegt. Zitronensaft gibt der Hollandaise ihren charakteristischen, feinen Geschmack.
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Muskatnuss: Muskat ist so eine Zutat, die man oft unterschätzt. Aber sie bringt eine warme, leicht würzige Note ins Spiel, die wunderbar zur Butter passt. Gerade in warmen Saucen entfaltet sie ihr Aroma besonders gut. Wichtig, wirklich nur eine kleine Menge, sie soll im Hintergrund bleiben.
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Salz & Pfeffer: Klingt simpel, ist aber entscheidend. Salz hebt alle Aromen hervor, Pfeffer bringt eine leichte Schärfe und Tiefe. Erst richtig abgeschmeckt bekommt die Sauce ihren vollen Charakter. Ich probiere immer mehrmals nach und würze lieber schrittweise.
Schritt für Schritt Anleitung – Sauce Hollandaise
Das vollständige Rezept findest du weiter unten auf der Rezeptkarte.
Schritt 1: Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Schritt 2: In eine Schüssel über einem Wasserbad (nur ganz leicht blubberndes Wasser) 3 Eigelb geben und schön cremig schlagen.
Schritt 3: Sobald die Farbe der Eigelb von Orange Richtung gelb heller wird und die Konsistenz dicker wird, stückweise die geschmolzene Butter unter ständigem rühren dazugeben.
Schritt 4: Solltest du merken, dass das Ei anfängt zu flocken, dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und weiter rühren. Ist es schon zu spät und das Ei wirklich geronnen, dann kannst du es mit einem kleinen Schuss eiskaltem Wasser versuchen! Das kann die Soße im besten fall nochmal retten.
Schritt 5: Wenn die ganze Butter untergerührt ist, dann mit etwas Zitrone, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Geheimtipps für das Sauce Hollandaise Rezept
- Wasserbad nicht zu heiß: Die Eigelbe dürfen nicht stocken! Ein sanftes Wasserbad (nicht kochen, nur leicht dampfen) hilft, die Sauce perfekt zu emulgieren.
- Ei flockt: Solltest du merken, dass das Ei anfängt zu flocken, dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und weiter rühren. Ist es schon zu spät und das Ei wirklich geronnen, dann kannst du es mit einem kleinen Schuss eiskaltem Wasser versuchen! Das kann die Soße im besten fall nochmal retten.
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Butter langsam einrühren: Nicht alles auf einmal hineingießen! Die geschmolzene Butter tröpfchenweise unter ständigem Rühren dazugeben. So verbindet sie sich besser mit dem Eigelb und die Sauce bleibt stabil.
Wenn ich heute Sauce Hollandaise mache, ist das für mich fast schon ein kleines Ritual. Ich stelle mir alles bereit, schmelze die Butter langsam, schlage die Eigelbe auf und nehme mir bewusst Zeit. Kein Stress, kein Nebenbei. Vielleicht ist genau das das Geheimnis, warum sie immer besonders gut schmeckt.
Ich habe im Laufe der Jahre gemerkt, kochen ist nicht nur Technik, sondern auch Gefühl. Früher wollte ich alles schnell hinter mich bringen. Heute genieße ich den Prozess. Dieses langsame Rühren im Wasserbad hat fast etwas Meditatives. Man steht da, hört das leise Blubbern des Wassers und sieht, wie sich die Sauce langsam verdickt, das hat etwas unglaublich Befriedigendes.
Mein persönlicher Tipp aus Erfahrung, macht lieber etwas mehr Sauce Hollandaise. Wirklich. Irgendjemand wird garantiert noch einmal nachnehmen. Bei uns ist das jedes Mal so.
Ich habe dieses Sauce Hollandaise Rezept schon oft für Freunde gekocht, bei Familienfeiern oder an Feiertagen. Jedes Mal bekomme ich die gleiche Reaktion: „Wow, die hast du wirklich selbst gemacht?“ Und genau dieses Staunen macht mich immer ein bisschen stolz. Dabei sind es doch nur ein paar einfache Zutaten und ein bisschen Aufmerksamkeit.
Falls du dich bisher nicht an selbstgemachte Sauce Hollandaise herangetraut hast, probier es unbedingt aus. Beim ersten Mal ist man vielleicht noch vorsichtig, beim zweiten Mal entspannter und spätestens beim dritten Mal fragt man sich, warum man jemals zur Fertigsauce gegriffen hat.
Für mich gehört sie inzwischen fest zum Frühling dazu, aber ehrlich gesagt mache ich sie das ganze Jahr über. Einfach, weil sie jedes Essen ein kleines Stück gemütlicher macht. Und manchmal sind es genau diese kleinen Dinge, die den Unterschied machen.
Also, Schürze umbinden, Topf aufsetzen, Butter schmelzen und dir selbst beweisen, wie gut hausgemacht schmecken kann. Du wirst sehen, es lohnt sich.

Sauce Hollandaise
Zutaten
- 250 g Butter
- 3 Eigelb
- 1 TL Saft einer Zitrone circa
- 1 Msp Muskatnuss
- Salz
- Pfeffer
Anleitung
- Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
- In eine Schüssel über einem Wasserbad (nur ganz leicht blubberndes Wasser) 3 Eigelb geben und schön cremig schlagen.
- Sobald die Farbe der Eigelb von Orange Richtung gelb heller wird und die Konsistenz dicker wird, stückweise die geschmolzene Butter unter ständigem rühren dazugeben.
- Solltest du merken, dass das Ei anfängt zu flocken, dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und weiter rühren. Ist es schon zu spät und das Ei wirklich geronnen, dann kannst du es mit einem kleinen Schuss eiskaltem Wasser versuchen! Das kann die Soße im besten fall nochmal retten.
- Wenn die ganze Butter untergerührt ist, dann mit etwas Zitrone, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

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