Fluffiger Hefezopf

Es gibt kaum etwas Besseres als den Duft von frisch gebackenem Hefezopf, der durch die Küche zieht. Außen goldbraun und leicht knusprig, innen wunderbar weich und fluffig, ein echter Klassiker, der nicht nur zum Sonntagsfrühstück ein Highlight ist.

Schon als Kind wusste ich, wenn am Wochenende dieser warme, leicht süßliche Duft durch die Küche zog, dann wurde es ein guter Tag. Meine Mutter stand dann früh auf, noch bevor wir anderen wach waren, und knetete den Teig für ihren super leckeren Hefezopf. Ich erinnere mich noch genau an das leise Klopfen des Teigs auf der Arbeitsplatte und daran, wie ich verschlafen in die Küche schlich, nur um heimlich ein Stückchen rohen Teig zu naschen.

Hefezopf war bei uns kein aufwendiges Festtagsgebäck, sondern etwas Bodenständiges. Etwas, das man miteinander teilte. Am Sonntagmorgen lag er noch warm auf dem Tisch, außen goldbraun, innen weich wie Watte. Ein bisschen Butter, vielleicht Marmelade oder Honig, mehr brauchte es nicht, um glücklich zu sein.

Und genau dieses Gefühl möchte ich mit diesem Rezept wieder aufleben lassen.

Viele Menschen haben Respekt vor Hefeteig. „Der geht bei mir nie richtig auf“ oder „Hefe ist kompliziert“ höre ich oft. Aber ganz ehrlich, mit ein bisschen Geduld und ein paar kleinen Tricks ist Hefezopf eines der dankbarsten Gebäcke überhaupt. Der Teig verzeiht viel, man braucht keine exotischen Zutaten, und das Ergebnis schmeckt einfach immer nach Zuhause.

Dieses Rezept begleitet mich inzwischen seit Jahren. Ich habe es unzählige Male gebacken, für Geburtstage, Brunch mit Freunden, Ostern, oder einfach nur, wenn ich Lust auf etwas Selbstgemachtes hatte. Und jedes Mal fühlt es sich ein kleines bisschen besonders an, wenn ich den geflochtenen Zopf in den Ofen schiebe und weiß, gleich wird die ganze Wohnung wieder nach Kindheit duften.

Wenn du also Lust auf einen fluffigen, buttrigen, leicht süßen Hefezopf hast, der innen wunderbar weich bleibt und außen eine glänzende Kruste bekommt, dann bist du hier genau richtig.

Mit diesem Rezept gelingt dir ein Hefezopf wie von Oma, einfach, gelingsicher und unglaublich lecker. Perfekt zum Teilen oder auch mal ganz für dich allein. Lass uns also direkt starten, schnapp dir schon mal deine Backschürze und heize den Backofen vor.

Fluffiger Hefezopf wie von Oma

  • Unglaublich fluffige Konsistenz: Der Teig wird durch die perfekte Mischung aus Milch, Butter und Ei besonders weich und luftig. Jeder Bissen fühlt sich leicht an, fast wie eine kleine Wolke. Kein trockener, bröseliger Zopf, sondern saftig und zart.

  • Angenehme, natürliche Süße: Der Zucker ist genau richtig dosiert. Der Zopf schmeckt süß, aber nicht überladen. Dadurch passt er sowohl zu Marmelade als auch zu herzhaften Aufstrichen oder einfach pur mit Butter.

  • Goldbraune, leicht knusprige Kruste: Durch das Bestreichen mit Milch und Ei entsteht eine wunderschöne glänzende Oberfläche. Außen leicht knusprig, innen weich, dieser Kontrast macht einfach süchtig.

  • Einfache Zutaten, ehrlicher Geschmack: Keine Zusatzstoffe, keine Fertigmischungen. Nur klassische Zutaten wie früher bei Oma. Genau das schmeckt man auch, ehrlich, bodenständig, authentisch.

  • Perfekt für jede Gelegenheit: Frühstück, Brunch, Nachmittagskaffee oder Feiertage, Hefezopf passt immer. Er lässt sich gut vorbereiten, einfrieren und sogar am nächsten Tag noch toasten.

Zutaten für den Hefezopf

Bevor wir mit der Zubereitung dieses Hefezopf Rezepts beginnen, bereite die Zutaten vor,
damit der Backvorgang reibungslos und einfach verläuft.
Dies sind einige der Hauptzutaten für dieses Rezept. Die vollständigen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unten.

  • Frische Hefe: Frische Hefe sorgt für eine besonders starke Triebkraft. Sie lässt den Teig wunderbar aufgehen und verleiht ihm diese typische, lockere Struktur. Außerdem entwickelt sie einen leicht aromatischen Geschmack, der einfach zu einem klassischen Hefezopf dazugehört.
  • Weizenmehl: Weizenmehl bildet das stabile Grundgerüst des Teigs. Durch das enthaltene Gluten wird der Zopf elastisch und gut formbar, perfekt zum Flechten. Das Ergebnis, eine schöne Struktur und kein bröseliger Teig.
  • Milch: Milch macht den Teig zart und saftig. Sie sorgt für eine feine Krume und einen milden Geschmack. Außerdem hilft sie dabei, dass die Kruste später besonders schön bräunt.
  • Butter: Butter ist für mich das Herzstück. Sie bringt nicht nur Geschmack, sondern macht den Zopf weich und aromatisch. Diese leichte Butternote hebt das ganze Gebäck auf ein anderes Level.
  • Ei: Das Ei sorgt für Bindung und eine schöne Farbe. Es macht den Teig geschmeidiger und gibt dem Hefezopf eine feinporige, stabile Struktur. Beim Bestreichen sorgt es zusätzlich für den appetitlichen Glanz.

Schritt für Schritt Anleitung – fluffiger Hefezopf

Das vollständige Rezept findest du weiter unten auf der Rezeptkarte.

Schritt 1: Lauwarme Milch, Zucker und Hefe in eine große Schüssel geben und verrühren.

Schritt 2: Ein Ei verquirlen, ein Esslöffel vom Ei für später herausnehmen. Den Rest des Ei’s mit dem Mehl und einem halben Teelöffel Salz in die Schüssel dazugeben.

Schritt 3: Mit einer Knetmaschine für mindestens 10 Minuten durchkneten lassen. Während dem Kneten die Butter nach und nach in kleinen Stücken dazugeben.

Schritt 4: Danach den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem feuchten Tuch abdecken und für 1h aufgehen lassen.

Schritt 5: Den Teig in 3 gleich große Stücke teilen und in gleichlange stränge ausrollen.

Schritt 6: Vor dem Flechten die 3 Stränge mit etwas Roggenmehl bestäuben und dann von der Mitte aus zu einem Zopf flechten und die Enden gut festdrücken.

Schritt 7: Den Zopf abdecken und nochmal für mindestens 10 Minuten aufgehen lassen.

Schritt 8: Das Ei von vorher mit 1 EL Milch vermengen und den Zopf damit bestreichen. Vor dem Backen noch mit Hagelzucker verzieren.

Schritt 9: Bei 180°C Umluft für ca. 20 Minuten backen, abkühlen lassen und genießen.

Geheimtipps für das Hefezopf Rezept

  • Teig richtig gehen lassen: Gib dem Teig genug Zeit! Lass ihn mindestens 1 Stunde an einem warmen, zugfreien Ort gehen, so wird er besonders luftig.
  • Hefezopf vor dem Backen nochmal ruhen lassen: Nach dem Flechten nochmals mindestens 10 Minuten ruhen lassen, dadurch wird er noch lockerer und behält seine Form beim Backen.

Wenn ich heute einen Hefezopf backe, ist das für mich pure Entspannung geworden. Ich mache mir Musik an, rolle die Ärmel hoch und nehme mir bewusst Zeit. Kein Stress, kein „schnell schnell“. Hefeteig zwingt einen irgendwie dazu, langsamer zu werden und genau das liebe ich daran.

Ich habe gelernt, dass Backen manchmal wie eine kleine Pause vom Alltag ist. Während der Teig ruht, trinke ich Kaffee, lese ein paar Seiten oder schaue aus dem Fenster. Und jedes Mal merke ich, diese einfachen Momente sind oft die schönsten.

Über die Jahre habe ich meinen Zopf so oft gebacken, dass ich gar nicht mehr auf die Uhr schaue. Ich fühle inzwischen, wann der Teig bereit ist. Er sieht anders aus, riecht anders, fühlt sich lebendig an. Das klingt vielleicht komisch, aber wer öfter mit Hefe arbeitet, weiß, was ich meine.

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Ein paar Dinge habe ich aus Erfahrung gelernt:

Backe den Zopf nicht unter Zeitdruck. Er wird besser, wenn du entspannt bist.
Verwende gute Butter, man schmeckt den Unterschied wirklich.
Und iss unbedingt das erste Stück noch warm aus dem Ofen, auch wenn es eigentlich zu warm ist. Dieses erste Stück ist immer das Beste.

Ich erinnere mich noch an einen verregneten Sonntag, an dem ich den Zopf für Freunde gebacken habe. Wir saßen zusammen am Tisch, draußen prasselte der Regen gegen die Scheiben, und wir haben einfach gegessen, geredet und gelacht. Am Ende war vom Zopf nur noch ein einziger Krümel übrig. Genau solche Momente bleiben im Gedächtnis.

Vielleicht wird dieses Rezept ja auch bei dir zu so einem kleinen Begleiter. Vielleicht backst du ihn für deine Familie, deine Kinder oder einfach nur für dich selbst. Und vielleicht entsteht dabei ein neuer Duft, der irgendwann auch nach Zuhause riecht.

Probier es aus, hab keine Angst vor der Hefe und genieße jeden Schritt.
Denn manchmal steckt das größte Glück in einem einfachen, warmen Stück Hefezopf.

Rezept Hefezopf

Fluffiger Hefezopf

Fluffiger Hefezopf nach dem Rezept unserer Oma.
5 von 2 Bewertung(en)
Vorbereitung 1 Stunde 30 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Portionen 4

Zutaten
  

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 80 g Zucker
  • ½ Würfel frische Hefe 21g
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 70 g zimmerwarme Butter
  • 1 EL Milch + restliches Ei zum bestreichen
  • Hagelzucker

Anleitung
 

  • Lauwarme Milch, Zucker und Hefe in eine große Schüssel geben und verrühren.
  • Ein Ei verquirlen, ein Esslöffel vom Ei für später herausnehmen. Den Rest des Ei’s mit dem Mehl und einem halben Teelöffel Salz in die Schüssel dazugeben.
  • Mit einer Knetmaschine für mindestens 10 Minuten durchkneten lassen. Während dem Kneten die Butter nach und nach in kleinen Stücken dazugeben.
  • Danach den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem feuchten Tuch abdecken und für 1h aufgehen lassen.
  • Danach den Teig in 3 gleich große Stücke teilen und in gleichlange stränge ausrollen.
  • Vor dem Flechten die 3 Stränge mit etwas Roggenmehl bestäuben und dann von der Mitte aus zu einem Zopf flechten und die Enden gut festdrücken.
  • Den Zopf abdecken und nochmal für mindestens 10 Minuten aufgehen lassen.
  • Das Ei von vorher mit 1 EL Milch vermengen und den Zopf damit bestreichen. Vor dem Backen noch mit Hagelzucker verzieren.
  • Bei 180°C Umluft für ca. 20 Minuten backen, abkühlen lassen und genießen.

4 Kommentare

  1. Otmar Stork

    5 Sterne
    Wow super Rezept, habe es noch mit Rosinen und raspelschockolade bestückt. Super lecker 😋

    Antworten
      • Bettina

        5 Sterne
        Tolles Rezept! Sehr einfach und hat super geklappt 👍

        Antworten
        • Kochbackpaerchen

          Vielen Dank, das freut uns sehr! Wir wünschen dir ein frohes neues Jahr 🙂

          Antworten

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